Das Website-Konzept: Von den Anforderungen zum Plan
In der Konzeptphase wird aus den gesammelten Anforderungen ein konkreter Plan für die künftige Website. Die drei zentralen Bausteine sind die Informationsarchitektur (die Struktur), Wireframes (der schematische Aufbau der Seiten) und das Content-Konzept (welche Inhalte gebraucht werden). Erst wenn dieses Konzept steht, wird gestaltet und programmiert – es ist die Brücke zwischen „was wollen wir?“ und „wie bauen wir es?“.
Zwischen dem Festhalten der Anforderungen und der eigentlichen Umsetzung liegt ein oft unterschätzter Schritt: das Konzept. Hier wird greifbar, wie die künftige Website aufgebaut ist und wie sich Nutzerinnen und Nutzer darin bewegen – noch bevor eine Zeile Code entsteht oder das erste Design gestaltet wird. Ein durchdachtes Konzept spart später teure Korrekturschleifen.
Die drei Bausteine der Konzeptphase
1. Informationsarchitektur: die Struktur
Die Informationsarchitektur legt fest, wie die Website gegliedert ist: Welche Seiten es gibt, wie sie zueinander stehen und wie die Navigation aufgebaut ist. Sie ist der Bauplan, der dafür sorgt, dass Besucherinnen und Besucher finden, was sie suchen, und dass Inhalte sinnvoll gruppiert sind. Eine gute Informationsarchitektur denkt von den Nutzerbedürfnissen her, nicht vom Organigramm des Unternehmens.
2. Wireframes: der schematische Aufbau
Wireframes sind vereinfachte Skizzen einzelner Seiten, ohne Farben, Bilder oder fertiges Design, nur die Anordnung der Elemente: Wo steht die Navigation, wo die Überschrift, wo der Call-to-Action? Wireframes klären Struktur und Funktion einer Seite, bevor Aufwand in die Gestaltung fließt. So lässt sich früh diskutieren, ob der Aufbau funktioniert, wenn Änderungen noch günstig sind.
3. Content-Konzept: die Inhalte
Das Content-Konzept klärt, welche Inhalte die Website braucht, wer sie erstellt und in welcher Form sie vorliegen. Gerade dieser Punkt wird oft unterschätzt: Die beste Struktur nützt wenig, wenn die Inhalte fehlen oder zu spät kommen. Ein frühes Content-Konzept verhindert, dass am Ende leere Hüllen auf Texte und Bilder warten.
Kurz gesagt: In der Konzeptphase entstehen drei Dinge: die Struktur (Informationsarchitektur), der schematische Seitenaufbau (Wireframes) und der Plan für die Inhalte (Content-Konzept). Zusammen sind sie der Bauplan, nach dem gestaltet und entwickelt wird.
Warum die Konzeptphase so wichtig ist
Es ist verlockend, direkt mit Design und Programmierung zu starten, doch Änderungen werden mit jeder Projektphase teurer. Was im Wireframe eine Minute kostet, kostet im fertigen, programmierten Zustand ein Vielfaches. Die Konzeptphase ist der günstigste Zeitpunkt, um Fehler zu finden und Ideen auszuprobieren.
Sie schafft außerdem ein gemeinsames Bild: Auftraggeber und Agentur sprechen über etwas Konkretes statt über vage Vorstellungen. Missverständnisse fallen auf, solange sie leicht zu beheben sind.
Kurz gesagt: Änderungen im Konzept sind billig, Änderungen am fertigen Produkt teuer. Die Konzeptphase ist der beste Moment, um Struktur und Ideen zu prüfen und um sicherzustellen, dass alle dasselbe Bild vom Ergebnis haben.
Konzept und Systemauswahl greifen ineinander
Konzept und die Wahl des Content Management Systems hängen zusammen: Manche Konzepte, etwa die Ausspielung derselben Inhalte auf Website und App, legen einen bestimmten Systemtyp nahe. Umgekehrt beeinflusst das gewählte System, was im Konzept sinnvoll umsetzbar ist. Deshalb laufen Konzeptphase und Systemauswahl in der Praxis oft parallel und in Abstimmung.
Was Ihr zum Konzept beitragen könnt
Auch wenn die Agentur die Konzeptarbeit führt, lebt sie von Eurem Input:
Klare Anforderungen: Ein gutes Lastenheft oder Backlog ist die beste Grundlage für ein tragfähiges Konzept.
Ehrliches Feedback: Wireframes leben davon, dass Ihr früh und offen sagt, was passt und was nicht.
Realistische Content-Planung: Überlegt frühzeitig, wer Inhalte liefert – das ist oft der Engpass im Zeitplan.
Entscheidungen treffen: Ein Konzept braucht Festlegungen. Wer alles offenlassen will, verzögert das Projekt.
Eine erfahrene Agentur führt souverän durch diese Phase und macht abstrakte Anforderungen greifbar. Der Agenturradar listet zertifizierte Implementierungsagenturen im DACH-Raum, filterbar nach System, Standort, Branche und Teamgröße.
Häufige Fragen zur Konzeptphase
Was passiert in der Konzeptphase eines Web-Projekts?
Aus den Anforderungen wird ein konkreter Plan: Die Informationsarchitektur (Struktur der Website), Wireframes (schematischer Aufbau der Seiten) und das Content-Konzept (welche Inhalte gebraucht werden). Erst danach wird gestaltet und programmiert.
Was ist eine Informationsarchitektur?
Die Informationsarchitektur legt fest, wie eine Website gegliedert ist, welche Seiten es gibt, wie sie zusammenhängen und wie die Navigation aufgebaut ist. Sie sorgt dafür, dass Nutzer finden, was sie suchen.
Was ist ein Wireframe?
Ein Wireframe ist eine vereinfachte Skizze einer Seite – ohne Farben, Bilder oder fertiges Design, nur die Anordnung der Elemente. Wireframes klären Aufbau und Funktion, bevor Aufwand in die Gestaltung fließt.
Warum ist die Konzeptphase wichtig?
Weil Änderungen mit jeder Phase teurer werden. Im Konzept lassen sich Struktur und Ideen günstig prüfen und korrigieren. Zudem schafft die Phase ein gemeinsames Bild von Auftraggeber und Agentur und beugt Missverständnissen vor.