Wie läuft ein CMS-Projekt ab?
Ein CMS-Projekt durchläuft typischerweise sechs Phasen: Zieldefinition und Anforderungen, Konzeption, Systemauswahl, Umsetzung, Test und Go-live sowie Betrieb und Weiterentwicklung. Ob diese Phasen streng nacheinander (klassisch/Wasserfall) oder in wiederholten Zyklen (agil) durchlaufen werden, hängt von Projekt und Team ab. Ein durchschnittliches Projekt dauert je nach Umfang von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten.
Ein neues CMS einzuführen oder eine Website zu relaunchen ist mehr als eine technische Aufgabe – es berührt Inhalte, Prozesse, Design und oft mehrere Abteilungen. Wer den typischen Ablauf kennt, kann realistischer planen, böse Überraschungen vermeiden und mit einer Agentur auf Augenhöhe sprechen. Diese Seite führt durch die Phasen und erklärt, worauf es jeweils ankommt.
Die sechs Phasen eines CMS-Projekts
1. Ziele und Anforderungen klären
Am Anfang steht die Frage: Was soll das neue System überhaupt leisten? Hier werden Ziele, Zielgruppen, Funktionen, Inhalte und technische Rahmenbedingungen gesammelt – idealerweise festgehalten in einem Lastenheft oder Backlog, das die Anforderungen strukturiert beschreibt. Diese Phase ist die wichtigste des ganzen Projekts: Fehler und Lücken hier wirken sich auf alles Weitere aus.
2. Konzept entwickeln
Auf Basis der Anforderungen entstehen Informationsarchitektur (Seitenstruktur), erste Wireframes oder Designentwürfe und ein Content-Konzept. Jetzt wird greifbar, wie die künftige Website aufgebaut ist und wie Nutzerinnen und Nutzer sich darin bewegen – noch bevor eine Zeile Code entsteht.
3. System auswählen
Erst wenn Anforderungen, Ziele und Konzept stehen, lässt sich fundiert entscheiden, welches Content Management System passt – klassisch, headless oder DXP. Kriterien sind unter anderem Umfang, Mehrkanal-Bedarf, Team, Budget und Integrationen. Häufig fällt diese Entscheidung gemeinsam mit der Agentur.
4. Umsetzung
Jetzt wird gebaut: Das System wird aufgesetzt, das Design umgesetzt, Funktionen entwickelt, Schnittstellen angebunden und Inhalte migriert oder neu erstellt. Dies ist meist die längste Phase – und die, in der sich agiles und klassisches Vorgehen am deutlichsten unterscheiden (dazu unten mehr).
5. Test und Go-live
Vor dem Start wird geprüft: Funktionieren alle Funktionen, stimmt die Darstellung auf allen Geräten, sind Performance, Barrierefreiheit und Sicherheit in Ordnung? Nach erfolgreichen Tests und einer Freigabe geht die Website live – oft begleitet von Weiterleitungen alter URLs und einer Suchmaschinen-Überprüfung, um Sichtbarkeit nicht zu verlieren.
6. Betrieb und Weiterentwicklung
Mit dem Go-live ist das Projekt nicht zu Ende. Es folgen Wartung, Updates, Support und die laufende Weiterentwicklung – neue Funktionen, Optimierungen, Anpassungen. Viele Agenturen bieten dafür Betriebs- und Pflegeverträge an.
Kurz gesagt: Ein CMS-Projekt läuft von der Anforderungsklärung über Konzept, Systemauswahl und Umsetzung bis zu Test, Go-live und laufendem Betrieb. Die größte Hebelwirkung hat die erste Phase – wer Ziele und Anforderungen sauber klärt, spart später Zeit und Kosten.
Bereiche im Überblick
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1) Ziele und Anforderungen
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2) System auswählen
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3) System auswählen
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4) Umsetzung
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5) Test & Go-Live
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6) Betrieb und Weiterentwicklung
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Agil oder klassisch: Wie wird umgesetzt?
Für die Umsetzung gibt es zwei grundsätzliche Vorgehensweisen und viele Mischformen dazwischen. Sie unterscheiden sich darin, ob das Projekt in einem durchgeplanten Rutsch oder in wiederholten Zyklen entsteht.
Klassisch (Wasserfall)
Beim klassischen Vorgehen, oft „Wasserfall“ genannt, werden die Phasen nacheinander abgearbeitet: erst vollständig planen, dann umsetzen, dann testen, dann live gehen. Der Umfang steht zu Beginn fest. Das schafft Planbarkeit und ein klares Budget, reagiert aber träge auf Änderungen – wer spät etwas anders will, muss den Plan aufbrechen.
Agil (z. B. Scrum)
Beim agilen Vorgehen entsteht das Projekt in kurzen, wiederholten Zyklen (oft „Sprints“ genannt). Nach jedem Zyklus gibt es ein funktionierendes Zwischenergebnis, das bewertet und angepasst wird. Das macht das Projekt flexibel gegenüber Änderungen und neuen Erkenntnissen – verlangt aber enge Zusammenarbeit und macht das Gesamtbudget zu Beginn weniger exakt vorhersehbar.
Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick:
| Kriterium | Klassisch (Wasserfall) | Agil (z. B. Scrum) |
|---|---|---|
| Ablauf | Phasen nacheinander | wiederholte Zyklen (Sprints) |
| Umfang | zu Beginn festgelegt | entwickelt sich mit |
| Flexibilität | gering – Änderungen aufwendig | hoch – Änderungen eingeplant |
| Budget-Planbarkeit | hoch, klar kalkulierbar | größere Bandbreite |
| Zusammenarbeit | punktuell, an Meilensteinen | kontinuierlich, eng |
| Ideal für | klar umrissene Projekte | Projekte mit offenen Fragen |
Kurz gesagt: Wasserfall bietet Planbarkeit bei klar umrissenem Umfang. Agil bietet Flexibilität, wenn sich Anforderungen im Lauf des Projekts noch entwickeln. Viele CMS-Projekte kombinieren beides – etwa klassische Planung mit agiler Umsetzung.
Wie lange dauert ein CMS-Projekt?
Das hängt stark vom Umfang ab. Grobe Anhaltspunkte:
Kleinere Websites: oft wenige Wochen bis rund zwei Monate.
Mittlere Unternehmenswebsites: meist drei bis sechs Monate.
Große Projekte (viele Sprachen, Integrationen, DXP): häufig sechs Monate bis über ein Jahr.
Entscheidend für die Dauer sind weniger die reinen Entwicklungszeiten als die Klarheit der Anforderungen, die Menge und Aufbereitung der Inhalte und die Abstimmungswege im Unternehmen.
Wer ist an einem CMS-Projekt beteiligt?
Auf Unternehmensseite sind typischerweise Projektleitung, Fachabteilungen (etwa Marketing), IT und Redaktion beteiligt. Auf Agenturseite kommen je nach Projekt Rollen wie Projektmanagement, Konzeption, UX/UI-Design, Entwicklung und Qualitätssicherung zusammen. Je klarer Verantwortlichkeiten und Ansprechpartner von Beginn an geregelt sind, desto reibungsloser läuft die Zusammenarbeit.
Mit der richtigen Agentur ins Projekt
Der Ablauf zeigt: Eine erfahrene Agentur begleitet nicht nur die Umsetzung, sondern hilft schon bei Anforderungen, Konzept und Systemauswahl und bleibt oft auch im Betrieb an Bord. Die Wahl der richtigen Partnerin ist deshalb eine der wichtigsten Entscheidungen im Projekt. Der Agenturradar listet zertifizierte Implementierungsagenturen im DACH-Raum, filterbar nach System, Standort, Branche und Teamgröße.
Kurz gesagt: Ein CMS-Projekt ist Teamarbeit zwischen Unternehmen und Agentur. Klare Rollen, feste Ansprechpartner und verlässliche Abstimmung sind oft wichtiger für den Erfolg als die reine Technik.
Häufige Fragen zum Ablauf eines CMS-Projekts
Welche Phasen hat ein CMS-Projekt?
Typisch sind sechs Phasen: Ziele und Anforderungen klären, Konzept entwickeln, System auswählen, Umsetzung, Test und Go-live sowie Betrieb und Weiterentwicklung.
Was ist der Unterschied zwischen agilem und klassischem Vorgehen?
Beim klassischen Vorgehen (Wasserfall) werden die Phasen nacheinander abgearbeitet, der Umfang steht zu Beginn fest – das schafft Planbarkeit. Beim agilen Vorgehen entsteht das Projekt in wiederholten Zyklen und bleibt flexibel gegenüber Änderungen. Viele Projekte kombinieren beides.
Wie lange dauert ein CMS-Projekt?
Je nach Umfang: kleinere Websites wenige Wochen bis zwei Monate, mittlere Unternehmenswebsites drei bis sechs Monate, große Projekte sechs Monate bis über ein Jahr. Entscheidend sind Klarheit der Anforderungen, Inhaltsmenge und Abstimmungswege.
Womit beginnt ein CMS-Projekt?
Mit der Klärung von Zielen und Anforderungen – oft festgehalten in einem Lastenheft. Diese erste Phase ist die wichtigste, weil Lücken hier sich auf das gesamte Projekt auswirken.
Sollte man agil oder nach Wasserfall vorgehen?
Das hängt vom Projekt ab. Wasserfall passt zu klar umrissenen Vorhaben mit festem Umfang; agiles Vorgehen zu Projekten, bei denen sich Anforderungen noch entwickeln. In der Praxis sind Mischformen häufig.